ESPON
- Was ist ESPON?
- Ziele von ESPON
- Struktur des Programms
- Schweizer Beteiligung
- Kontaktstelle
- Weitere Informationen
Was ist ESPON?
ESPON (European Spatial Planning Observation Network) ist das Forschungsnetzwerk zur Beobachtung der europäischen Raumentwicklung. ESPON 2006 wurde im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative INTERREG III lanciert und wird im Rahmen der transnationalen Ausrichtung von INTERREG IV und damit im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) weitergeführt (ESPON 2013). Die Mitgliedstaaten der EU und die Europäische Kommission haben ESPON auch für EU-Nachbarstaaten geöffnet. Gemeinsam getragen und finanziert wird das Programm von den EU-Mitgliedstaaten, den Partnerstaaten Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz und aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung.
Ziele von ESPON
- ESPON hat zum Ziel, ein dauerhaftes System für die räumliche Beobachtung des europäischen Territoriums einzurichten. ESPON unterstützt die Nutzung räumlicher Informationen und Erkenntnisse in der Politikgestaltung und leistet auf diese Weise einen Beitrag zum territorialen Zusammenhalt und zur ausgeglichenen Entwicklung Europas.
- ESPON stellt europaweite, vergleichbare, raumbezogene Informationen, Erkenntnisse, Analysen und Szenarien bereit und gestaltet dadurch die Entwicklung der Regionen und Städte sowie grenzüberschreitender und transnationaler Kooperationsräume mit.
- ESPON will durch eine nutzerorientierte und zielgenaue Kommunikation von Erkenntnissen der angewandten Forschung zum Verständnis räumlicher Dynamiken beitragen. Das Programm strebt eine gemeinsame Verständigung über raumwirksame Trends, Herausforderungen und Perspektiven für die EU und ihre Nachbarstaaten an.
- ESPON fördert durch die Organisation von Workshops und Seminaren die Netzwerkbildung zwischen Vertretern derjenigen öffentlichen Einrichtungen, die für die Raumbeobachtung verantwortlich sind. Synergieeffekte sollen genutzt und neue Kontakte geknüpft werden.
- ESPON 2013 ist stärker als das Vorgängerprogramm ESPON 2006 darauf ausgerichtet, den Bedürfnissen der nationalen, regionalen und lokalen Nutzer Rechnung zu tragen (Stakeholder, user oriented approach).
Struktur des Programms
Um die Zusammenarbeit untereinander sicherzustellen und zu erleichtern, haben alle Teilnehmerländer eine ESPON-Kontaktstelle (ESPON Contact Point ECP) eingerichtet. Deren Aufgabe ist es, ESPON in ihrem Land bekannt zu machen und nationale Forschungsstellen zur Beteiligung an Teilprojekten zu motivieren. Zudem haben sie dafür zu sorgen, dass die jeweiligen nationalen Anliegen und Besonderheiten bei der Analyse und Interpretation der Resultate berücksichtigt werden. Die ESPON Contact Points organisieren – finanziert durch das ESPON-Budget – transnationale Aktivitäten wie Seminare und Workshops.
Schweizer Beteiligung
Die Schweiz spielte im Programm ESPON 2006 eine aktive Rolle. Verschiedene Forschende aus der Schweiz engagierten sich im Rahmen von Teilprojekten.
Der Schweizer Bund beteiligt sich im Rahmen der NRP auch an ESPON 2013 und ermöglicht so den Forschenden von Schweizer Universitäten und Hochschulen weiterhin bei verschiedenen Projekten mitwirken zu können. Die Resultate aus den ESPON-Arbeiten sind für die schweizerische Raumentwicklung von Bedeutung. Dank der Schweizer Beteiligung an ESPON können die Ergebnisse optimal genutzt und in die aktuellen raumpolitischen Diskussionen einbezogen werden. Die aktive Mitwirkung stellt zudem sicher, dass die schweizerischen Daten in die Berechnungen einfliessen. Dadurch werden für viele Raumentwicklungs-Indikatoren erstmals grossräumige internationale Vergleiche ermöglicht. ESPON erweitert die traditionelle Raumbeobachtung des Bundesamtes für Raumentwicklung (ARE), des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO und des Bundesamtes für Statistik um die europäische Dimension.
Das ARE vertritt die Schweiz im Monitoring Commitee, dem politischen Steuerungsgremium des Programms, und ist nationale Kontaktstelle.
Kontaktstelle
In der Schweiz fungiert das ARE als ESPON-Kontaktstelle. Bei Fragen kontaktieren Sie bitte:
Bundesamt für Raumentwicklung (ARE)
Marco Kellenberger
3003 Bern
Tel: +41 31 322 40 73
Fax: +41 31 322 78 69
marco.kellenberger@are.admin.ch
Schweizer Repräsentantin im ESPON Monitoring Commitee:
Bundesamt für Raumentwicklung (ARE)
Silvia Jost
3003 Bern
Tel: +41 31 322 06 25
Fax: +41 31 322 78 69
silvia.jost@are.admin.ch
Weitere Informationen
Eine Übersicht über die Projekte von ESPON finden Sie auf der ESPON-Website: www.espon.eu
