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Projekt Leadership sucht Projektpartner

17.08.2010

Interessierte öffentliche Institutionen im Bereich Wirtschafts Förderung sind gesucht.

Instrument zur Dynamisierung der lokalen Wirtschaft

Im Rahmen des INTERREG-Alpenraumprogramms formiert sich derzeit eine Projektgruppe, bestehend aus Regionen und Fachorganisationen im Alpenraum. Diese setzen sich zum Ziel das Thema «Leadership» aufzugreifen und als Instrument zur Dynamisierung der lokalen Wirtschaft einzusetzen. Das Netzwerk regiosuisse macht auf das Vorhaben aufmerksam und ladet interessierte Regionen ein, Kontakt mit den Initiatoren aufzunehmen.

Kontakt

Hintergründe zum Projektvorhaben

Die wirtschaftliche Situation einer Region hat sich vielfach aus Leitbetrieben heraus entwickelt. Dies führte im Alpenraum zur Entwicklung von lokal dominanten Wirtschaftszweigen bzw. Unternehmensgruppen (Uhren, Optik, Möbel, Design, Wellness, Maschinenbau, Automotive, Luftfahrt, Nahrungsmittel, Architektur). Es liegt auf der Hand, dass Leitbetriebe aus beschäftigungs- und wirtschaftspolitischer Sicht eine entscheidende Zielgruppe darstellen. Dabei sind positive und negative Aspekte zu berücksichtigen. Positiv ist das sich entwickelnde Humankapital. Eine Gefahr besteht in Situationen des Nachfrageschwundes, die eine ganze Region in Bedrängnis bringen kann. Wichtig in dem Zusammenhang ist, dass die Region sich rechtzeitig damit auseinandersetzt und eine gezielte Leadershippolitik betreibt. Führende Unternehmen mit zukunftsorientiertem Führungsstil und mit Ausrichtung auf Zukunftsmärkte sind jene Betriebe, die Vorbilder für andere Betriebe sein können und zur Dynamisierung der regionalen Wirtschaft beitragen. Das Projekt soll verstärkt darauf aufmerksam machen und Unternehmen ermutigen in Führungsposition zu gehen.

Hauptziele des Projektes

Neben der Erarbeitung eines Leadership-Programmes für die beteiligten Regionen ist es ein zentrales Anliegen, die Aufmerksamkeit der Wirtschaftstreibenden und Akteure auf Chancenmärkte zu lenken und auf mögliche Veränderungen vorzubereiten. Neben Expertenwissen, Markterhebungen usw. steht die enge Zusammenarbeit mit den potenziellen Leitbetrieben absolut im Vordergrund. Durch die Zusammenarbeit mit den KMU’s wird ein Lernprozess ermöglicht, der praxisnah die Gestaltungsmöglichkeiten vermittelt. Aus der Zusammenarbeit können auch strukturpolitische Massnahmen abgeleitet werden. Das betrifft auch den Ausbildungssektor.

Wichtig ist, dass möglichst viele KMU’s an der Auseinandersetzung um die Zukunft teilnehmen. Durch die Teilnahme erhalten die KMU’s ein methodisches Rüstzeug und Basisinformationen, um für sie relevante Marktentwicklungen analysieren zu können. Mit der Teilnahme am Projekt erhält das Unternehmen Einblick in andere Sektoren, kann Chancen der Kooperation und Ansätze für eine Produktausrichtung besser erkennen und sich rechtzeitig auf Veränderungen einstellen. 

Das Projekt hat eine Meta- und eine Basisebene. Auf der Basisebene werden die Situation und die Märkte einzelner Branchen bzw. Unternehmensgruppen analysiert und Handlungen abgeleitet. Dies erfolgt wie oben genannt in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Unternehmen. Auf der Metaebene werden die Märkte in globaler Weise und unter Zuhilfenahme vorhandener Studien analysiert und politische Handlungsempfehlungen für die Region abgeleitet.
Ergebnis des Projektes ist ein von der Wissenschaft und von den Leitbetrieben getragenes LEADERSHIP-Programm.

Die Handlungsfelder sind:

  1. Das Chancenpotenzial betreffend Wachstumsbranchen zu analysieren,
  2. Strategien zur Entwicklung von Leitbetrieben zu erarbeiten und
  3. ein Massnahmenbündel zur Dynamisierung der lokalen Wirtschaft in Form eines lokalen Leadership-Programms zu schnüren.

Transnationaler Ansatz

Die Dynamisierung der Wirtschaft ist ein Anliegen vieler Regionen. Die ökonomischen Unterschiede einzelner Kleinregionen speziell im Alpenraum macht die überregionale Zusammenarbeit wertvoll. Obwohl sich die Inhalte pro Region grundsätzlich unterscheiden ist es methodisch sehr von Vorteil, das Thema in den Regionen gemeinsam bzw. parallel zu bearbeiten. Durch die Zusammenarbeit können Synergien in mehrfacher Hinsicht realisiert werden, so zum Beispiel:

  • in der gemeinsam angewendeten Arbeitsmethode,
  • in der gemeinsamen Definition der Zukunftsmärkte,
  • in einem niederschwelligen Benchmarking,
  • in gemeinsamen Aktionen zur Stärkung der Innovationsfähigkeit und
  • in der Zusammenarbeit der Institutionen, um Chancen zu neuen Kooperationen wahrzunehmen.

Meilensteine im Projekt

  1. Teambildung und Methodenabstimmung
  2. Territoriale Bestandserhebung und Evaluierung der Chancenmärkte
  3. Entwicklung Strategien und Massnahmen
  4. Einleitung von Massnahmen und deren Betreuung